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Oliver Hildenbrand, neuer Minister für Soziales, Arbeit und Gesundheit: Welche Perspektiven für die grenzüberschreitende Gesundheitszusammenarbeit?

Oliver Hildenbrand übernimmt das Gesundheitsministerium in Baden-Württemberg und setzt neue Schwerpunkte für die Gesundheitsversorgung

Seit Mai 2026 steht das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg unter der Leitung von Oliver Hildenbrand. Der ausgebildete Psychologe und Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen wurde im Rahmen der neuen Koalitionsregierung aus Bündnis 90/Die Grünen und der CDU unter Ministerpräsident Cem Özdemir nach der Landtagswahl 2026 zum Minister ernannt. Er tritt die Nachfolge von Manne Lucha an, der dieses Amt seit 2016 innehatte.

Mit seiner Ernennung gehen neue gesundheitspolitische Schwerpunkte einher. Die Landesregierung von Baden-Württemberg beabsichtigt insbesondere, die Digitalisierung des Gesundheitswesens voranzutreiben, die Attraktivität der medizinischen und pflegerischen Berufe zu stärken, die Zahl der Medizinstudienplätze zu erhöhen und die medizinische Versorgung in Regionen mit Ärztemangel zu verbessern.

Zur Umsetzung der im Koalitionsvertrag festgelegten Ziele hält Baden-Württemberg  eine Quote für Studienplätze im Medizinstudium bei, die Studierenden *innen vorbehalten ist, die sich verpflichten, später als Landärzte*innen in unterversorgten ländlichen Gebieten tätig zu sein. Dieses Instrument wird künftig auch auf angehende Kinderärzt*innen ausgeweitet.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, des zunehmenden Fachkräftemangels im Gesundheitswesen sowie der Herausforderungen der deutschen Krankenhausreform eröffnet der neue Koalitionsvertrag neue Perspektiven für das baden-württembergische Gesundheitssystem.

Als wichtiger Partner im Oberrheingebiet spielt Baden-Württemberg eine zentrale Rolle bei den grenzüberschreitenden Gesundheitsprojekten zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Die gesundheitspolitischen Schwerpunkte des neuen Ministers decken sich mit mehreren Themen, die bereits im Mittelpunkt der Arbeit von TRISAN stehen, darunter die Krankenhauskooperation, die grenzüberschreitende Patientenmobilität, das Personalmanagement im Gesundheitswesen sowie die Entwicklung digitaler Lösungen zur Erleichterung des grenzüberschreitenden Austauschs.

Die neue Legislaturperiode wird daher von den Akteur*innen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit aufmerksam verfolgt. Sie könnte ein neues Kapitel der grenzüberschreitenden Gesundheitskooperation aufschlagen und neue Möglichkeiten eröffnen, die Zusammenarbeit zum Nutzen der Bevölkerung der drei Länder weiter auszubauen.

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