News & Artikel
Französische Präsidentschaft der Arbeitsgruppe „Gesundheitspolitik“ der Oberrheinkonferenz
Frankreich übernimmt den Vorsitz der AG Gesundheit der Oberrheinkonferenz und setzt neue Impulse für eine stärkere grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung im Oberrheingebiet.
Seit Januar 2026 hat Frankreich für den Zeitraum 2026–2028 die rotierende Präsidentschaft der Arbeitsgruppe „Gesundheitspolitik“ (AG Gesundheit) der Deutsch-Französisch-Schweizerischen Oberrheinkonferenz (ORK) inne. Nach drei Jahren unter Schweizer Präsidentschaft übernimmt nun Frankreich, vertreten durch die regionale Gesundheitsbehörde (ARS), die Koordination der Arbeit der Gruppe.
Diese neue Präsidentschaft findet vor dem Hintergrund mehrerer gemeinsamer gesundheitlicher Herausforderungen im Oberrheingebiet statt: Überalterung des Gesundheitspersonals, Zunahme chronischer und psychischer Erkrankungen, Folgen der jüngsten Gesundheitskrisen, ökologische Anfälligkeiten und Schwierigkeiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung.
Vor diesem Hintergrund ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung, um die Resilienz der Gebiete am Oberrhein zu stärken. Sie steht im Einklang mit der Priorität „Stärkung der Resilienz“ der französischen Präsidentschaft 2026 der Oberrheinkonferenz, die darauf abzielt, die Fähigkeit der Gebiete zur Vorwegnahme und Bewältigung von Krisen zu verbessern.
Die Arbeitsgruppe wird dieses Ziel weiterverfolgen, indem sie auf der Kontinuität der bereits eingeleiteten Maßnahmen aufbaut, die Synergien zwischen den bestehenden Gruppen verstärkt und konkrete Projekte entwickelt, die zu operativen Ergebnissen führen.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde eine Strategie definiert, die sich auf sechs Schwerpunkte stützt:
• Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung in grenzüberschreitenden Lebensräumen;
• Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich medizinisch-psychologischer Notfälle;
• Stärkung der grenzüberschreitenden Expertise in Epidemiologie - hin zu einer konsolidierten Epi-Rhin-Gruppe;
• Verstärkte Zusammenarbeit bei neu auftretenden Risiken für die Gesundheit und Umwelt;
• Psychische Störungen bei Jugendlichen besser verstehen und vorbeugen;
• Beschleunigung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich seltener Krankheiten.
Im Rahmen dieses ersten Arbeitsschwerpunkts zur Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung wird die AG Gesundheit eine Analyse durchführen, um die Bereiche und Fachgebiete zu identifizieren, in denen es am Oberrhein zu Versorgungsengpässen kommen könnte. Ziel ist es, den aktuellen und künftigen Bedarf der Regionen besser zu erfassen und die sich ergänzenden Potenziale zu identifizieren, die die Entwicklung grenzüberschreitender Kooperationen fördern können.
Kontakt
info@trisan.org
+49 (0)7851 7407-38
TRISAN / Euro-Institut
Hauptstraße 108
D-77694 Kehl