Gesundheits-News

Am Oberrhein

04.07.2018 14:36 Alter: 202 days

Veranstaltungsrückblick: Gesundheit ohne Grenzen im PAMINA-Raum


TRISAN, trinationales Kompetenzzentrum für grenzüberschreitende Projekte im Gesundheitsbereich, hat 2017-2018 eine grenzüberschreitende Analyse zur Gesundheitsversorgung in den Grenzstreifen des PAMINA-Raums durchgeführt – in Zusammenarbeit mit dem Observatoire Régional de Santé Grand Est. Diese Analyse wurde im Auftrag des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie Rheinland-Pfalz, des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg sowie der Agence Régionale de Santé Grand Est realisiert. Ziel der Studie war es, eine Bestandsaufnahme der Gesundheitsversorgung beiderseits der Grenze vorzunehmen und die bestehenden grenzüberschreitenden Bedarfe und Potentiale der Kooperation zu ermitteln.

Die Ergebnisse dieser Studie wurden am 27. Juni 2018 in Bad Bergzabern vorgestellt, um diese mit den Akteuren vor Ort zu diskutieren. Anwesend waren u.a. Abgeordnete, Vertreter der zuständigen Gesundheitsbehörden, Vertreter der Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen aus der Region, Vertreter der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigungen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie medizinische Fachkräfte. Nach einer feierlichen Eröffnung, bei der die Dezernatsbeauftragte der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße Fabia Heischling, der Bürgermeister der Stadt Bad Bergzabern Dr. med. F-H Ludwig, der Präsident der deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheinkonferenz Werner Schreiner, die Gebietsleiterin der Agence régionale de Santé im Bas-Rhin Adeline Jenner, der Abgeordnete Frédéric Reiss sowie der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit Dr. Thomas Gebhart, zu Wort kamen, wurde die Studie von TRISAN sowie dem ORS Grand Est präsentiert.

Die Untersuchung umfasst im Wesentlichen die drei folgenden Themenfeldern: den niedergelassenen Bereich, die stationäre Versorgung sowie die Versorgung von älteren pflegebedürftigen Personen. Es wurden jeweils die Ist-Zustand-Situation in einer grenzüberschreitenden Perspektive sowie die Potentiale der grenzüberschreitenden Kooperation dargestellt. Im Zentrum standen dabei die konkreten grenzüberschreitenden Handlungsoptionen, die in der Zukunft zur Sicherstellung der wohnortsnahen Versorgung beitragen sollen. Ein besonderes Augenmerk lag  außerdem in der Analyse der Kooperationspotentiale auf dem Gebiet der Geburtshilfe. Im Anschluss an die Vorstellung der Studienergebnisse diskutierten die Teilnehmenden angeregt über aktuelle Herausforderungen der Gesundheitsversorgung im PAMINA-Raum. Anschließend stellte Patrice Harster, Direktor des Eurodistrikt PAMINA dar, wie und im welchem Rahmen die Akteure vor Ort die skizzierten Handlungsoptionen aufgreifen und umsetzen könnten.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Befragung der Akteure: Zu jeder der dargestellten Handlungsoptionen wurde den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben, eine Meinung abzugeben und Ihre Ideen für die konkrete Umsetzung einzubringen. Es folgte ein Mittagsbuffet, bei dem die Teilnehmenden ein weiteres Mal die Möglichkeit hatten, sich über mögliche Kooperationen im Gesundheitsbereich auszutauschen.

 

Die Studie „Grenzüberschreitende Analyse des Versorgungsangebots und der Kooperationspotentiale im Gesundheitsbereich in den Grenzstreifen des PAMINA-Raums“ ist unter folgendem Link verfügbar.