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Trisan

03.03.2017 11:33 Alter: 4 yrs

Behandlungen im Nachbarland : Realitäten, Herausforderungen, Risiken und Chancen?


Ein deutsch-französisch-schweizerischer Reflexionsworkshop zum Thema Kostenübernahme von grenzüberschreitenden Behandlungen wurde vom Euro-Institut am 6. Oktober 2016 in Baden-Baden mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit und in Zusammenarbeit mit der AG Gesundheit der Oberrheinkonferenz organisiert. 

Die Leistungsvergütung von grenzüberschreitenden Behandlungen ist ein zentrales Problemfeld der Patientenmobilität aber auch der Realisierung von grenzüberschreitenden Gesundheitsprojekten; Ziel des Workshops war, zwischen den betroffenen Akteuren (Krankenhausverwaltung, Krankenkassen, Beratungsstellen) einen Austausch zu den Modalitäten der Kostenübernahme von grenzüberschreitenden Behandlungen zu ermöglichen und Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen. 

Die Vorträge im Rahmen der Konferenz haben die Komplexität und die Vielfalt der Wege der Kostenübernahme von grenzüberschreitenden Behandlungen aufgezeigt. Die vielseitige Problematik lässt sich allerdings in der Praxis der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit nur sehr bedingt auflösen und eine Schlüsselstellung kommt der Beratung zu; hinzukommt, dass die Fälle sich nicht pauschalisieren lassen sondern oft als Einzelfälle überprüft werden sollen. 

Hier sind über die bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen hinaus weitere politische Ansätze sinnvoll und erforderlich. Ein erster Schritt könnte dahin gehen, einzelne räumlich und zeitlich beschränkte Projekte zu ermöglichen. Die Beispiele der deutsch-schweizer oder französisch-belgischer Zusammenarbeit weisen hierzu interessante Ansätze auf.

 

Die AG Gesundheitspolitik der Oberrheinkonferenz mit der Unterstützung von TRISAN setzt sich auf der Grundlage des Workshops im Rahmen der bestehenden  rechtlichen Regelungen zum Ziel mit konkreten Projekten weitere Verbesserungen für die Patienten, Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen zu erreichen. 

 

Die Synthese des Workshops und die Präsentationen sind unter folgendem Link verfügbar:

www.euroinstitut.org/wDeutsch/5-Veroeffentlichungen/Dokumentationen/2016-BMG.php